Schröpfen (1/3)
Die Behandlung mit Schröpfkugeln ist eine Therapieform, die bereits im Altertum in vielen Ländern und Kulturen (u. A. Griechenland, Ägypten, Indien, China) Anwendung fand und auch heute noch vielerorts praktiziert wird. Das Schröpfen wird zu den Ab- und Ausleitenden Verfahren gezählt, soll aber ebenso der Schmerzlinderung, wie auch der Entspannung dienen.
Auf die trockene oder durch kleine Messer angeritzte Haut wird eine luftleere Glasglocke gesetzt. Durch den Unterdruck in der Glocke entsteht ein Vakuum, das durch einen Saugeffekt die Durchblutung der darunter liegenden Haut stark anregt.
Insgesamt aktiviert eine Schröpftherapie die Stoffwechselleistung der Körperzellen. Die Mikrozirkulation von Blut und Lymphe wird gesteigert und die Spannung der Muskeln gemindert. Durch das Vakuum kommt es außerdem zu einer Dehnung des Bindegewebes und es resultiert ein schmerzlindernder Effekt.
In der chinesischen Medizin werden die Schröpfkugeln häufig bei so genannten Energie-Fülle-Störungen (z.B. beim Asthma bronchiale) angewendet und hierzu teilweise auch direkt auf Akupunkturpunkte oder Meridiane gesetzt.