Informationen zur Pilztherapie (1/5)
Über die krankmachende Bedeutung von Darmpilzen und evtl. Notwendigkeit einer Therapie kursieren vor allem in der Laienpresse zahlreiche unterschiedliche Meinungen. Auch von wissenschaftlicher Seite wird das Pilzthema durchaus kontrovers diskutiert. Die im Folgenden genannten diagnostischen und therapeutischen Hinweise basieren im wesentlichen auf Arbeiten des in der Bundesrepublik führenden Wissenschaftlers Prof. Nolting. Unbestritten ist, daß Pilzerkrankungen des Verdauungstraktes, zu dem nicht nur der Darm, sondern auch Mundhöhle, Speiseröhre, Magen, Dünndarm und Dickdarm gehören, weltweit deutlich zunehmen. Mögliche Ursachen hierfür sind eine insgesamt zu beobachtende deutliche Verminderung der menschlichen Immunkompetenz. Unterschiedliche Meinungen gibt es wiederum zu der Frage der krankmachenden Bedeutung verschiedener Pilzarten und Pilzinfektionen. Aus der Erfahrung zahlreicher biologisch orientierter Mediziner lässt sich sagen, dass insbesondere bestimmte Hefepilze der Candidagruppe in keinem Fall in einen intakten menschlichen Organismus gehören. Es gibt einige Hefepilze, zu denen auch die Bierhefe und Bäckerhefe gehören, die im Organismus angetroffen werden, ohne jedoch eine krankmachende Bedeutung zu erlangen. Der in entsprechenden Untersuchungen am häufigsten gefundene Pilz ist der sogenannte Candida albicans. Dieser Pilz hat durch zahlreiche Anpassungsmechanismen die Fähigkeit, selbst unter für ihn extrem ungünstigen Bedingungen lebens- und vermehrungsfähig zu sein. Im Bereich des menschlichen Darmes zeigt sich, dass von diesem Pilz ein spezielles Enzym für eine Haftung an der Darmschleimhaut entwickelt wurde.