Praxis Dr. Petersohn und Kollegen
Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Traditionelle chinesische Medizin, Homöopathie

 

Misteltherapie bei Tumorerkrankungen (2/3)

So kann in vielen Fällen eine Verlangsamung, manchmal sogar ein Stillstand oder eine Rückbildung des bösartigen Wachstums erzielt werden. In mehreren klinischen Studien wurde eine Verlängerung der Überlebenszeiten durch Mistelpräparate im Vergleich zu unbehandelten Kontrollgruppen nachgewiesen.

Allgemein bewirkt die Mistel eine deutliche Steigerung der Lebensqualität mit Besserung des Allgemeinzustandes, des Appetits, des Schlafes und tumorbedingter Schmerzen. Durch diese Wirkungsweise stellt ein Mistelpräparat eine wichtige Ergänzung zu den Methoden der Schulmedizin (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) dar, die Tumoren zwar deutlich verkleinern oder sogar völlig beseitigen können, die Immunabwehr jedoch vorübergehend schwächen. Vor allem werden erfahrungsgemäß die Nebenwirkungen der Strahlen- und Chemotherapie durch eine gleichzeitige Mistelbehandlung verringert, so dass diese oft belastenden Therapien besser vertragen werden. Aufgrund dieser Wirkungsweise ist eine Zusatztherapie mit einem Mistelpräparat bei fast allen Tumorarten und in allen Krankheitsstadien angezeigt. Neuerdings ist es uns möglich, die Wirksamkeit durch eine Blutuntersuchung vor der Anwendung zu testen. Die Labordiagnostik erlaubt so eine erheblich gezieltere Anwendung und Dosierung der verschiedenen Präperate. Eine Nachbehandlung mit einem Mistelpräparat nach Operationen oder Bestrahlungen kann der Rückfall-(Rezidiv-) Gefahr entgegenwirken. Auch im fortgeschrittenen Krankheitsstadium ist noch eine bedeutsame Besserung wenigstens im Befinden des Kranken möglich. Die Misteltherapie erfolgt in Form von Spritzen. Diese werden in der Regel unter die Haut (subkutan) gegeben, z.B. an wechselnde Stellen der Bauchhaut, der vorderen Oberschenkel oder der Oberarme. Die Abstände zwischen den Behandlungen und die jeweils notwendige Dosis werden vom Arzt anhand der individuellen Situation des Kranken festgelegt.

Misteltherapie Seite 1 | Misteltherapie Seite 3 | Übersicht Therapie