Migräne (1/3)
Migräne ist mehr als nur ein einfacher Kopfschmerz und nicht jeder Kopfschmerz ist gleich eine Migräne. Vielmehr handelt es sich bei der Migräne um periodisch einsetzende Schmerzattacken, die mit oder ohne begleitende neurologische Symptome (der so genannten Aura, z.B. Seh-, Sprach- oder Gefühlsstörungen) einhergehen können. In Deutschland leiden circa 15 % der Frauen und 7 % der Männer an Migräne. Die Diagnose Migräne darf nur bei folgenden charakteristischen Symptomen gestellt werden:
- Mindestens schon fünf Attacken mit den hier aufgeführten Symptomen 2-5
- Kopfschmerzen dauern unbehandelt mindestens vier Stunden
- Kopfschmerz ist (mindestens zwei Charakteristika): einseitig, pulsierend, mindestens mittlere Schmerzstärke, bei körperlicher Anstrengung verschlimmert.
- Während der Attacke bestehen Übelkeit und oder Lärm bzw. Geräuschempfindlichkeit.
- Begleitende neurologische Symptome: Seh-, Sprach-, oder Gefühlsstörungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Lähmungserscheinungen.
Ursächlich für die Migräne sind Erbanlagen, psychologische Faktoren, bestimmte auslösende Reize (wie zum Beispiel grelles Licht), nichtinfektiöse Entzündungen der Gehirnnerven, eine akute Verkrampfung der Hirngefässe, gefolgt von einer schmerzhaften Weitstellung, Störungen des Serotoninstoffwechsels.