Praxis Dr. Petersohn und Kollegen
Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Traditionelle chinesische Medizin, Homöopathie

 

Homöopathie (2/3)

Damit sind auch die Grenzen der Homöopathie bestimmt. Die akuten organischen Erkrankungen, Unfälle, die Notwendigkeit der operativen Intervention sind die Domäne der klinischen Medizin. Hier kann die Homöopathie in einzelnen Fällen als Begleittherapie eingesetzt werden. Im übrigen ist sie ein eigenständiges Heilverfahren. Einige Beispiele sollen die Zielrichtung der Homöopathie erläutern: Klagt ein Patient z.B. über Unruhe, Herzklopfen, Schweißausbruch und Schlafstörung, so kann ein Mittel, das in der Homöopathie diese Sensationen auslöst, hilfreich sein, z.B.: Coffea (Kaffee).

Ein anderes, auf das System bezogene Mittel ist die Brechnuß (Nux Vomica). Hilfreich bei Übelkeit, Brechreiz, Reisekrankheit und dergleichen; oder Ferrum phosphoricum bei Fieber. Diese Beispiele beziehen sich auf die Symptome, die behandelt werden sollen. Darüber hinaus werden individuelle Merkmale des Patienten berücksichtigt: Konstitution, körperliche und seelische Befunde, Art und Lokalisation der Beschwerden usw. Die Modalitäten der Arzneien - das Arzneimittelbild - und der Grad der Verdünnung (Potenzierung) bestimmen dann die zu verordnende Arznei.

Dass eine gründliche Untersuchung nach allgemeinmedizinischen Regeln vorausgeht, ist selbstverständlich. Ebenso eine ausführliche Befragung des Patienten (Anamnese), um in jedem Krankheitsfall eine individuelle Arznei zu ermitteln. Ein solches Vorgehen erfordert verständlicherweise Zeit, vor allem aber ein langjähriges Studium der Homöopathie. Welche Grundsubstanzen werden nun für die homöopathische Arznei verwendet? Das sind in erster Linie Pflanzen, chemische, mineralische und z.T. auch tierische Bestandteile. Diese Stoffe werden - meist durch Alkohol - aufgeschlossen (Urtinktur) - und verdünnt (verschüttelt) oder mit Milchzucker verrieben.

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