Ernährungsempfehlungen bei Glutensensibilisierung (1/4)
Zu Beginn, d.h unmittelbar nach der Diagnosestellung, sollte die Diät nicht nur glutenfrei, sondern auch fettreduziert (20-30 Gramm am Tag) und lactosearm sein. Dann tritt in der Regel bereits nach 2-4 Wochen eine Besserung ein.
Prinzipiell müssen die Getreidearten : Weizen, Roggen, Hafer, Gerste sowie deren Produkte konsequent gemieden werden. Dies ist nicht immer einfach, da viele Lebensmittel Getreide enthalten können, ohne das es auf der Zutatenliste erscheint. Gluten kann man z.B. in der Deklaration "Pflanzeneiweißerzeugnis" versteckt sein. Vorsicht ist auch bei Lebensmitteln geboten, die aus anderen EU-Ländern kommen - sie unterliegen einer liberaleren Deklaration. Am sichersten liegt man bei völlig unbearbeiteten Lebensmitteln und bei diätetischen Waren, die mit einer durchkreuzten Ähre gekennzeichnet sind. Spezielle diätetische Lebensmittel sind im Bioladen, dem Reformhaus und über den Direktversand der Hersteller erhältlich.
Die meisten Patienten empfinden die Brotkarenz am unangenehmsten. Die über den allgemeinen Handel (Reformhaus, Naturkostladen) angebotenen Fertigprodukte sind geschmacklich inzwischen deutlich besser geworden, manchmal jedoch eher eine Zumutung. Allerdings gibt es diverse Backmischungen, aus denen Teigwaren selbst hergestellt werden können. Es empfiehlt sich, die unterschiedlichen Mischungen auszuprobieren, da je nach Bedarf an eine Kuchenmischung andere Erwartungen gestellt werden, als an eine Brot- oder Pizzateigmischung. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass z.B. die selbsthergestellten Brötchen einen ausgezeichneten Geschmack aufweisen, so dass hier jeder Patient sein tägliches Frühstück durchaus bereichern kann. Bestehen Zweifel bezüglich der Zusammensetzung eines Lebensmittels, sollte man immer auf die Zutatenliste schauen, den Hersteller fragen oder auf ein entsprechendes Diätprodukt ausweichen.