Darmsanierung (2/3)
Je nach Säure- oder Basenmilieu sind unterschiedliche Bakterienarten auf unserer Schleimhaut angesiedelt und bilden dort einen dichten Rasen. Diese Abwehrbarriere müssen Krankheitserreger erst einmal überwinden um überhaupt zur Schleimhaut vorzudringen und eventuell eine Gefahr für den Organismus darzustellen. Darüber hinaus sind die Darmbakterien sehr wesentlich an der Produktion von Vitamin K beteiligt, auch bei der Aufschlüsselung der Nahrung sind sie unabdingbar um die Aufnahme von wichtigen Vitalstoffen wie z.B. Mineralien überhaupt erst zu ermöglichen. Das gedeihliche Miteinander von dem menschlichen Organismus und seiner Darmflora bezeichnet man auch als Symbiose. So sind die Bakterien auf den menschlichen Organismus angewiesen, um zu überleben und umgekehrt sind wir auf die Darmbakterien angewiesen, um eine funktionierende Abwehrleistung und einen ausreichenden Stoffaustausch zu gewährleisten. Durch zahlreiche Einflüsse, insbesondere Antibiotika-Therapie, aber auch chronische Fehlernährung oder Schadstoffbelastung kann es zu einer empfindlichen Milieustörung kommen.
Veränderungen der Darmflora in ihrer Zusammensetzung oder Aktivität, Überwucherungen mit Pilzen -allen voran Candida Albicans- und Gärung statt Verdauung sind die Folge. Chronische Mangelzustände wie Zinkmangel, Vitamin K-Mangel oder auch eine Überflutung des Körpers mit Fäulnisstoffen können die Folge sein. Heute weiss man, dass zahlreiche Krankheitsbilder, für die keine organische Ursache gefunden werden kann, mit einer gestörten intestinalen Ökologie in Verbindung gebracht werden. Beispielsweise das chronische Müdigkeitssyndrom, häufig wiederkehrende Infekte vor Allem der oberen Atemwege oder wechselnde Verdauungsbeschwerden, sind hierbei zu erwähnen.
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