Allergiebehandlung (1/2)
Unter einer Allergie versteht man eine überschiessende Reaktion von Zellen der Immunabwehr auf Stoffe, die eigentlich für den Körper ungefährlich sind. Ort dieser Reaktion sind meistens die Grenzflächen des Körpers zur Umwelt, also Haut, Schleimhäute, Magen-Darm-Trakt und Augenbindehaut. Nur in seltenen Fällen laufen allergische Reaktionen auch im Blut ab.
Trifft ein Allergen (z.B. ein Graspollen, Hautschuppen von Haustieren oder der Kot von Hausstaubmilben) auf den passenden Antikörper des Immunsystems, werden weitere Zellen der Körperabwehr angelockt und es kommt zur Ausschüttung bestimmter Botenstoffe. Insbesondere der Botenstoff Histamin löst weitere Reaktionen aus: Kleinste Blutgefäße werden weit gestellt und die Hüllen der Körperzellen durchlässiger. Schliesslich resultieren die typischen Allergiesymptome wie Jucken, Schwellung, Rötung, Hautquaddeln und wässrige Schleimbildung.
Bereits 20% der Deutschen sind betroffen. Die Neigung zur Allergie wird offensichtlich vererbt. Sind beide Eltern Allergiker, zeigt ein gemeinsames Kind zu 60% ebenfalls Symptome (Wahrscheinlichkeit bei nichtallergischen Eltern unter 15%). Abgesehen davon werden Umweltfaktoren als Mitverursacher einer Allergientstehung diskutiert. Und auch die grosse Zahl der Impfungen wird für die immer weiter steigende Zahl von Allergikern mitverantwortlich gemacht.
Die weitaus häufigste Allergieform ist der Heuschnupfen.